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	<title>Gesundheits News</title>
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	<description>Gesundheits und Medizinische Nachrichten</description>
	<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 12:55:17 +0000</pubDate>
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		<title>Bayer AG: Klinische Daten weisen auf Verringerung der Behinderung und des Schubrisikos bei MS-Patienten unter Alemtuzumab im Vergleich zur Rebif® -Therapie hin</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 12:55:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Medizinische Entwicklung]]></category>

		<category><![CDATA[Neue Medikamente]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Patienten mit einer frühen schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose (RRMS), die einmal jährlich Alemtuzumab verabreicht bekamen, war das Schubrisiko um 74 Prozent und das Risiko einer dauerhaften Behinderung um 71 Prozent geringer als bei Vergleichspatienten, die mit Rebif® (hoch dosiertes Interferon beta-1a) behandelt wurden. Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass sich der durchschnittliche Behinderungsgrad der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Patienten mit einer frühen schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose (RRMS), die einmal jährlich Alemtuzumab verabreicht bekamen, war das Schubrisiko um 74 Prozent und das Risiko einer dauerhaften Behinderung um 71 Prozent geringer als bei Vergleichspatienten, die mit Rebif® (hoch dosiertes Interferon beta-1a) behandelt wurden. Von besonderer Bedeutung ist dabei, dass sich der durchschnittliche Behinderungsgrad der Patienten unter der Alemtuzumab-Behandlung von Anfang an verbessert hat, während sich der Grad der Behinderung der Rebif-Patienten verschlechterte. Der Behandlungserfolg mit Alemtuzumab hielt mindestens drei Jahre lang an, obwohl die meisten der mit Alemtuzumab behandelten Patienten zwei Jahre zuvor die letzte Dosis erhalten hatten.</p>
<p>Dies sind die Ergebnisse einer 3-jährigen klinischen Phase-II-Studie (CAMMS223), die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden. An der Studie nahmen 334 Patienten teil, die zuvor nicht gegen die Erkrankung behandelt worden waren.</p>
<p>„Diese Studiendaten deuten weiterhin darauf hin, dass Alemtuzumab eine möglicherweise neue und vielversprechende Therapie für Patienten mit früher, aktiver Multipler Sklerose sein könnte“, sagt der Prüfleiter der Studie Alastair Compston, Professor für Neurologie und Leiter der Abteilung für Klinische Neurowissenschaften an der britischen Universität von Cambridge. „Diese randomisierte Studie bestätigt Erkenntnisse früherer Untersuchungen, wonach eine Behandlung mit Alemtuzumab eine tiefgreifende, dauerhafte Wirkung auf Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose haben kann; viele Patienten haben sogar verloren gegangene Funktionen zurückerhalten.“</p>
<p>„Die Studie war breiter angelegt und die Studienteilnehmer wurden länger nachbeobachtet, als dies bei Phase-II-Studien zu Multipler Sklerose normalerweise der Fall ist. Hervorzuheben ist, dass wir das Prüfpräparat direkt mit einem weit verbreiteten Therapeutikum verglichen haben und nicht mit Placebo. Die Studie ergab kein erhöhtes Risiko für lebensbedrohliche oder opportunistische Infektionen, doch ein Teil der Alemtuzumab-Patienten erlitt eine neue Autoimmunerkrankung. Dank der Einrichtung eines verlässlichen Patienten-Monitoring-Programms das mehr Patientensicherheit gewährleistet, können wir nun mit unseren zwei internationalen Phase-III-Studien starten,“ so Dr. Richard Moscicki, Chief Medical Officer von Genzyme.</p>
<p>Nach Angaben der US-amerikanischen National Multiple Sclerosis Society geben rund 400.000 Menschen in den USA an, MS zu haben, und jede Woche erhalten etwa 200 Personen diese Diagnose. Weltweit dürften 2,5 Millionen Menschen an Multipler Sklerose leiden. Die Krankheit verursacht ein breites Spektrum an Symptomen, unter anderem Gehstörungen, Taubheitsgefühl, Müdigkeit und Sehstörungen, und schreitet bei den meisten Patienten zu einer bleibenden, schwerwiegenden Behinderung fort. Häufigste Form der Erkrankung ist die schubförmig remittierende MS.</p>
<p><span id="more-3"></span><strong>Weitere Ergebnisse (Top-line data)</strong><br />
Aus neuen Sekundäranalysen der klinischen Phase-II-Studie CAMMS223 geht hervor, dass der Anteil klinisch nicht progredienter und schubfreier Patienten in der Alemtuzumab-Gruppe erheblich höher lag als in der Rebif-Gruppe: im 1. Jahr 86 Prozent gegenüber 63 Prozent, in Jahr 2 81 Prozent gegenüber 48 Prozent sowie im 3. Jahr 71 Prozent gegenüber 39 Prozent ( p-Werte &lt; 0,0001).</p>
<p>Diese Ergebnisse wurden erstmals auf dem diesjährigen World Congress on Treatment and Research in Multiple Sclerosis (WCTRIMS) vorgestellt. Sie zeigten auch, dass der Anteil der Patienten, die über einen Zeitraum von sechs Monaten frei von bleibenden Behinderungen waren, in der Alemtuzumab-Gruppe ebenfalls größer war als in der Rebif-Gruppe: im 1.Jahr 97,2 Prozent gegenüber 87,0 Prozent, im 2. Jahr 94,3 Prozent gegenüber 82,4 Prozent sowie im 3. Jahr 91,0 Prozent gegenüber 73,8 Prozent ( p-Werte &lt; 0,005).</p>
<p>Außerdem war der Anteil schubfreier Patienten im Zeitverlauf in der Alemtuzumab-Gruppe bedeutend größer als in der Rebif-Gruppe, und zwar im 1. Jahr 91,1 Prozent gegenüber 69,3 Prozent, im 2. Jahr 88,2 Prozent gegenüber 58,5 Prozent sowie im 3. Jahr 80,2 Prozent gegenüber 51,6 Prozent (p-Werte &lt; 0,0001).</p>
<p><strong>Phase-II-Nachfolgestudie</strong><br />
Mit Unterstützung durch Bayer hat Genzyme eine Nachfolgestudie zu CAMMS223 eingeleitet, um die Sicherheit- und Wirksamkeit über den Dreijahreszeitraum hinaus zu untersuchen und zwei unterschiedliche Strategien für die Wiederbehandlung miteinander zu vergleichen. Von den Ergebnissen erhofft man sich Erkenntnisse über die langfristigen Wirkungen einer früheren Alemtuzumab-Behandlung sowie über die Sicherheit und anhaltende Wirksamkeit einer zusätzlichen Wiederbehandlung mit Alemtuzumab, das im festen Jahresrhythmus oder jeweils bei Bedarf beim Wiederaufflammen von MS verabreicht wird. Im Studienarm mit festem Turnus sollen die Patienten zweimal in jährlichem Abstand Alemtuzumab erhalten (12 mg/Tag an drei aufeinanderfolgenden Tagen pro Jahresturnus). Im Studienarm mit Verabreichung nach Bedarf wird mit einer Wiederbehandlung so lange gewartet, bis bei einem Patienten ein Schub auftritt oder sich zwei oder mehr neue/aktive Gehirnläsionen im MRT zeigen.<br />
<strong><br />
Phase-III-Studien</strong><br />
Mit Unterstützung durch Bayer finanziert Genzyme zwei Studien der Phase III, in die zur Zeit Patienten aufgenommen werden. Die Phase-III-Studie CARE-MS I (Comparison of Alemtuzumab and Rebif Efficacy in Multiple Sclerosis) ist eine randomisierte, verblindete Studie, bei der erneut Alemtuzumab mit Rebif bei Patienten mit schubförmig remittierender MS verglichen wird, die zuvor nicht gegen diese Krankheit behandelt worden sind. In der Studie CARE-MS II werden Patienten untersucht, die unter Behandlung mit zugelassenen MS-Therapeutika weiterhin Krankheitsschübe erleiden.</p>
<p><strong>Über die Studie CAMMS223</strong><br />
An der Phase-II-Studie nahmen 334 Patienten mit aktiver schubförmig remittierender Multipler Sklerose an 49 Prüfzentren in Europa und den USA teil. Die Patienten wurden nach Zufallskriterien einer Behandlung zugewiesen: entweder mit Alemtuzumab in Einzel- oder Doppeldosierung (12 oder 24 mg pro Tag intravenös) über einen Zeitraum von fünf Tagen im ersten Jahr und über einen Zeitraum von drei Tagen nach weiteren 12 Monaten später während des zweiten Behandlungszyklus oder aber mit Rebif (44 µg verabreicht durch subkutane Injektion dreimal wöchentlich, wie in der Produktinformation angegeben). 46 Patienten wurden im Monat 24 ein drittes Mal mit Alemtuzumab behandelt.</p>
<p>In der Studie wurde die Wirksamkeit von Alemtuzumab mit Rebif anhand zweier Hauptzielkriterien verglichen: der Schubrate und der Zeit bis zur dauerhaften Akkumulation von Behinderungen, ausgewiesen durch eine Erhöhung der EDSS-Werte (Expanded Disability Status Scale) über sechs aufeinanderfolgende Monate. Die Bewertung der Wirksamkeit erfolgte durch unabhängige Neurologen, die bezüglich des Wirkstoffes, den der Patient erhielt, geblindet waren. EDSS ist eine 10-Punkte-Skala, auf der jeder Schritt von 0,5 Punkten für eine bedeutende Verschlechterung der neurologischen Fähigkeiten steht.</p>
<p>Das Ausmaß der Behinderung nach Gabe von Alemtuzumab, gemessen mit der EDSS, verbesserte sich tatsächlich im Mittel um 0,39 EDSS-Punkte, was auf eine Rückgewinnung neurologischer Funktionen hindeutet. Ähnlich verbesserte sich auch der mediane Wert auf der EDSS Skala. Im Gegensatz dazu verschlechterte sich das Ausmaß der Behinderung, gemessen mit der EDSS, in der Rebif-Gruppe um 0,38 EDSS-Punkte, was bei drei Jahren zu einer Differenz von fast einem vollen EDSS-Punkt führt (0,77 Differenz, p &lt; 0,0001).</p>
<p><strong>Sicherheitsdaten</strong><br />
Insgesamt trat in dieser Studie bei sechs mit Alemtuzumab behandelten Patienten und bei einem mit Rebif behandelten Patienten ein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis ein: eine thrombozytopenische Purpura (ITP). ITP ist gekennzeichnet durch eine sich verringernde Thrombozytenzahl und das damit einhergehende erhöhte Risiko unkontrollierter Blutungen. Der Rebif-Patient mit ITP war symptomlos, doch blieb die ITP zum Zeitpunkt des Studienabschlusses bestehen. In dem tödlich verlaufenen Fall im Zusammenhang mit Alemtuzumab traten zwar ITP-Symptome auf, die aber nicht rechtzeitig erkannt wurden, wodurch die medizinische Behandlung verzögert wurde. Von den verbleibenden Alemtuzumab-Fällen wurden vier Patienten sofort diagnostiziert, sie sprachen gut auf die medizinische Behandlung an und sind seitdem stabil, ohne dass es einer laufenden Behandlung bedarf. Im weiteren mit Alemtuzumab behandelten Fall klang eine ITP spontan ab. In der Studie wurde ein Programm zur Patientenüberwachung eingeführt; rund zwei Jahre lang sind keine neuen Fälle von ITP bei CAMMS223 gemeldet worden.</p>
<p>Zu häufigen, nicht-schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen in der Studie gehörten infusionsbedingte Reaktionen bei den Alemtuzumab-Patienten und grippeähnliche Symptome bei den Patienten, die Rebif erhielten. Im Vergleich zu den Rebif-Patienten bestand bei den mit Alemtuzumab behandelten Patienten eine größere Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Infektionen, insbesondere der oberen Luftwege; die Infektionen liefen überwiegend leicht bis mittelschwer ab, lebensbedrohliche oder tödlich verlaufene Infektionen traten nicht auf. Obwohl Alemtuzumab vorübergehend zu einer Verringerung der weißen Blutkörperchen führt, ergab die Studie kein erhöhtes Risiko opportunistischer Infektionen. Schwerwiegende Infektionen waren bei den mit Alemtuzumab behandelten Patienten selten. Bei rund 23 Prozent der mit Alemtuzumab behandelten Patienten kam es zu unerwünschten Autoimmunereignissen in Verbindung mit der Schilddrüse, u.a. Basedow-Krankheit, die mit herkömmlichen Mitteln behandelt wurden.</p>
<p>Alemtuzumab ist ein in der Erprobung befindliches Arzneimittel zur Behandlung der MS und darf in dieser Indikation nur im Rahmen einer offiziellen klinischen Prüfung angewendet werden, wobei geeignete Maßnahmen zur Patientenüberwachung gegeben sind.</p>
<p><strong>Über Alemtuzumab</strong><br />
Alemtuzumab ist in den USA als Monotherapie für die Behandlung der chronisch-lymphatischen B-Zell-Leukämie (B-CLL) zugelassen. Außerhalb der USA hat Alemtuzumab die Zulassung für die Behandlung von Patienten mit B-CLL, die bereits mit alkylierenden Substanzen behandelt wurden und bei denen eine Fludarabin-Kombinationstherapie nicht angeschlagen hat. 2001 wurde das Produkt in den USA für die Onkologie-Indikation eingeführt, wo es von Bayer HealthCare Pharmaceuticals unter der Bezeichnung Campath® vertrieben wird; in Europa ist das Mittel unter dem Namen MabCampath® auf dem Markt.</p>
<p>Alemtuzumab ist ein humanisierter, monoklonaler Antikörper, der selektiv an ein spezielles Ziel, das CD52-Antigen auf der Zelloberfläche bindet, und dadurch das Immunsystem des Körpers aktiviert, das gezielt die betreffende Zelle zerstört. Es ist der erste und einzige monoklonale Antikörper, der von der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA zur Behandlung der B-CLL zugelassen wurde.</p>
<p>Genzyme und Bayer entwickeln Alemtuzumab gemeinsam auf dem Gebiet der Onkologie und der Multiplen Sklerose. Bayer besitzt die exklusiven weltweiten Marketing- und Vertriebsrechte für Alemtuzumab.</p>
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